Ganz schön wissenswert.

Knackige Radieschen von ELO.Knackige Radieschen von ELO.

Gemüse des Monats Februar

Knollensellerie
... pflanzliches Arzneimittel und Aphrodisiakum?

Knollensellerie

Zugegeben: Der Knollensellerie ist nicht gerade der attraktivste Kopf in der Obst- und Gemüseabteilung. Aber wir wollen uns an dieser Stelle nicht mit Äußerlichkeiten aufhalten. Denn als Bestandteil in jeder Suppengrün-Mischung hat er seit jeher seinen festen Platz. Mit Recht.

Aber der Knollensellerie kann noch viel mehr, als nur zur Aromatisierung von Suppen und Eintöpfen beizutragen. Er enthält zum Beispiel ätherische Öle und Bitterstoffe, die einen gereizten Magen beruhigen können, indem sie überschüssige Magensäure neutralisieren und Magenschmerzen reduzieren. Generell wirken die Bitterstoffe (Terpene) anregend auf die Verdauung und aktivieren die Verdauungssäfte und Enzyme in Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. Als Tee wirkt der Knollensellerie zudem gegen Blähungen.

Die ätherischen Öle, die überwiegend in den Blättern enthalten sind, verleihen dem Sellerie, der zur Familie der Doldenblütler gehört, seinen unverwechselbaren Geruch. Diese Öle wirken beruhigend und regulierend auf das Nervensystem.

Als traditionelles pflanzliches Arzneimittel wird der Knollensellerie durch seine antibakterielle Wirkung geschätzt. Die ätherischen Senföle können Bakterien, Viren oder Pilze entschärfen.

Ob er darüber hinaus die Lust auf Liebe weckt, die man dem Sellerie nachsagt, ist nicht wissenschaftlich belegt. Fakt ist aber, dass er hormonähnliche Substanzen enthält, die den Sexuallockstoffen (Pheromonen) chemisch ähneln.

Was die CO2-Bilanz angeht, schneidet der Knollensellerie hier mit einem Emissionswert von weniger als 130 g pro 100 g gut ab. Zugrunde gelegt werden bei der Errechnung dieses Wertes der Produktionsort, -methode, alle Transportwege, die Verarbeitung, Verpackung und Lagerung. Zum Vergleich: konventionelle Kartoffeln haben eine CO2-Bilanz von ca. 200 g (Quelle: GEO)

Trotz seiner vielfältigen positiven Eigenschaften ist der Knollensellerie aber nicht für jedermann geeignet. Nierenkranke und Schwangere sollten das Doldengewächs allerdings nur sparsam und in ärztlicher Absprache genießen.

Im ELO-Sortiment hat der Knollensellerie von September bis März seinen festen Platz.


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