Ganz schön wissenswert.

Knackiges Gemüse von ELO.Knackiges Gemüse von ELO.

Mythos: Karotten

... sind gut für die Augen?


Kennen Sie den Spruch: „Karotten sind gut für die Augen. Oder haben Sie schon mal einen Hasen mit Brille gesehen?“ Soll heißen: Karotten sollen die Sehkraft fördern.

Besonders Kindern wird diese Wirkung beigebracht, um ihnen den Verzehr der orangeroten Rübe schmackhafter zu machen.

Ach, wenn es doch so einfach wäre. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach dem Ursprung des Mythos gemacht. Dieser liegt vermutlich in Zweiten Weltkrieg, als die Engländer ein Bordradar für Flugzeuge nutzten, um auch nächtliche Angriffe zu fliegen. Nach der Frage, wie dies funktionieren würde, gab es damals die Erklärung, dass die Piloten durch einen großen Verzehr an Karotten nachts besser sehen könnten.

Richtig ist, dass Karotten einen hohen Anteil an Betakarotin enthalten, der Vorstufe von Vitamin A. Bei einem Mangel leiden Haut und Haare und es kann unter Umständen zu Nachtblindheit kommen. Eine Unterversorgung kommt aber in unseren Breitengraden so gut wie gar nicht vor. Denn es gibt andere Vitamin A-Lieferanten, die wir durch unsere Ernährung aufnehmen, wie z. B. Grünkohl, Brokkoli, Thunfisch, Aal, Chicorée, Spinat, Paprika, Kürbis, Aprikosen und Honigmelone. Ein Überschuss an Vitamin A wird übrigens in der Leber gespeichert und bei Bedarf verwertet.

Die Zufuhr von Vitamin A kann sich aber tatsächlich positiv auf das nächtliche Sehen auswirken, weil der Farbstoff Betakarotin umgewandelt eine positive Wirkung auf die Netzhaut hat, die damit mehr Licht aufnehmen kann.

Der Mythos ist demnach also nicht ganz falsch.

Mythos Karotten

Zurück zur Übersicht